Hybrides Arbeiten – das Modell der Zukunft?

Don Griffioen

Während der COVID-19-Pandemie haben Arbeitnehmer:innen weltweit bewiesen, dass sie von zu Hause aus nicht nur arbeiten, sondern dort – laut Studien der Stanford University – sogar produktivere Ergebnisse liefern können. Hybrides Arbeiten (sog. „New Work“) ist also nicht mehr graue Theorie, sondern längst erfolgreich gelebte Praxis.

Hybrides Arbeiten – das Modell der Zukunft?

Zwar wird die Diskussion um das hybride Arbeiten noch immer kontrovers geführt – fragen Sie mal Elon Musk –, aber für die meisten wissensbasierten Unternehmen stellt sich weniger die Frage, ob hybrides Arbeiten sinnvoll ist, sondern wie und in welcher Form die Kombination aus Homeoffice und Büro-Präsenz am besten umgesetzt werden kann.

Und diese Frage ist mehr als berechtigt: Eine YouGov-Umfrage unter 508 Arbeitnehmer:innen ohne Führungsverantwortung besagt, dass ein hybrides Arbeitsmodell nur in 27 Prozent der deutschen Unternehmen angeboten wird. Dabei wurde außerdem nicht einmal ein Drittel der betroffenen Arbeitnehmer:innen miteinbezogen.

Wie Sie das passende hybride Arbeitsmodell finden, das in Ihrem Unternehmen funktioniert und für Ihre Mitarbeiter:innen zum Erfolgsfaktor wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Hybride Arbeitsmodelle sind die neue Normalität

Um in der Post-Corona-Welt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Sie sich auf die Bedürfnisse Ihrer Arbeitskräfte einstellen

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Definition: Was ist hybrides Arbeiten eigentlich?

Viele haben eine festgezimmerte Meinung zur hybriden Arbeit, obwohl jeder etwas anderes darunter zu verstehen scheint. Im Sinne einer allgemeinen Definition ist hybrides Arbeiten der Sammelbegriff für verschiedene digitale Arbeitsmodelle. Sie alle zielen darauf ab, Leistungen mit höherer räumlicher oder/und zeitlicher Flexibilität als im klassischen Nine-to-Five-Präsenzmodell erbringen zu können.

Für mehr örtliche Flexibilität

Hybrid ist mehr als nur Homeoffice. Heute lassen sich folgende Modelle unterscheiden:

  • Office First – Elon Musks favorisiertes Modell: Das Büro bleibt der bevorzugte Platz zum Arbeiten, Homeoffice ist bestenfalls in Ausnahmefällen eine Option.
  • Synchron-hybrid – Es gibt alternierende, fest definierte Homeoffice- und Bürotage.
  • Statisch-hybrid – Mitarbeitende müssen sich grundsätzlich für Homeoffice oder Büro entscheiden.
  • Vollflexibel („Work from anywhere“ – WWA) – Alle Mitarbeitenden sind bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes komplett flexibel.
  • Remote First – Die Mitarbeitenden sind überwiegend im Homeoffice tätig, die Arbeit im Firmenbüro bleibt die Ausnahme.

Je flexibler der Arbeitsort, desto mehr Koordinationsaufwand entsteht beispielsweise für Meetings und gemeinsame Projektarbeit. Je starrer der Arbeitsort, desto weniger Flexibilitätsvorteile sind realisierbar.

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Hybrid für mehr arbeitszeitliche Flexibilität

Die zweite Flexibilitätsdimension hybrider Arbeit ist die Zeit:

  • Fixe Arbeitszeit – Es gibt feststehende und damit starre Arbeitszeiten, wie etwa im klassischen Nine-to-Five-Modell.
  • Teilflexibel – Hier haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten, zum Beispiel über ein Gleitzeitmodell rund um eine Kernarbeitszeit.
  • Vollflexibel – Wann und wie lange Mitarbeitende aktiv sind, hat bei diesem Arbeitsmodell keine Relevanz, solange die Zielvorgaben erfüllt werden.

Die europaweite Studie „State of Hybrid Work 2022“ von Owl Labs zeigt, dass Frauen eher Wert auf flexible Arbeitszeiten legen als Männer. Teilweise sind Mitarbeitende sogar bereit, für den Zugewinn an zeitlicher Flexibilität Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen. Diese beiden räumlichen und zeitlichen Dimensionen und ihre Abstufungen lassen sich in einer Matrix wiedergeben:

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Vor- und Nachteile des hybriden Arbeitens abwägen

Die jeweiligen Modelle hybrider Arbeit haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Sie sollten daher mit Bedacht entscheiden, was Sie als Arbeitgeber bevorzugen. Spoiler: Das perfekte Idealmodell gibt es nicht von der Stange.

New Work bringt viele Vorteile

  • Auf Seiten der Mitarbeitenden ist hybrides Arbeiten ein zunehmend stärker nachgefragtes Modell – auch in Deutschland, wie eine aktuelle Bitkom-Studie belegt: Neun von zehn Erwerbstätigen möchten in Zukunft mindestens teilweise mobil arbeiten.
  • Je mehr Flexibilität ein Modell räumlich wie auch zeitlich bietet, desto größere Work-Life-Vorteile lassen sich damit realisieren. Jeder vermiedene nervenaufreibende Stau auf dem Arbeits- oder Heimweg eröffnet wertvolle Zeitressourcen und spart obendrein Mobilitätskosten.
  • Die Vorteile sind natürlich nicht nur auf Seiten der Mitarbeitenden zu suchen: Unternehmen, die weniger fixe Arbeitsplätze benötigen, können Büroflächen und Mietkosten sparen.
  • Zudem sind flexible Arbeitsmodelle ein echter, in Zeiten des absehbaren Fachkräftemangels nicht ganz unwichtiger Recruiting-Faktor – denn Teil der neuen Arbeitsnormalität ist auch, dass viele Menschen nach COVID-19 ihre persönliche Work-Life-Balance anders bewerten als noch vor drei Jahren und nicht mehr ins Büro zurückkehren wollen. „Nur sehr wenige Menschen kündigen allein wegen des Gehalts. Normalerweise geht es eher um die Arbeitsbedingungen“, sagt Jack Gold, Präsident und Chefanalyst von J. Gold Associates.

Sicher ist: Der Wunsch nach mehr Flexibilität, Selbstbestimmung und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist groß. Trotz dieses weit verbreiteten Bedürfnisses nach mehr Flexibilität aber wäre das generelle Motto „Dann eben freitags Homeoffice für alle!“ eindeutig der falsche Rückschluss. Nicholas Bloom, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Stanford University, erklärt: „Etwa ein Viertel der Menschen – meist jüngere Singles oder ältere Familienväter – möchte überhaupt nicht von zu Hause aus arbeiten“.

Ein Drittel der Arbeitnehmenden wiederum bildet das Gegenextrem: Die Betreffenden wollen fünf Tage in der Woche vom Homeoffice aus arbeiten – in der Regel Verheiratete mit jüngeren Kindern und/oder einem langen Arbeitsweg.

Und jetzt? Fragen Sie sich gerade, wie eigentlich die Demographie in Ihrer Belegschaft aussieht? Oder was sich Ihre Mitarbeitenden wirklich wünschen?

Hybridarbeit hat nicht nur Vorteile

Natürlich wollen oder können nicht alle Mitarbeitenden vom Homeoffice aus arbeiten:

  • Laut der oben zitierten Owl-Labs-Studie befürchten immerhin 44 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dann vom Informationsfluss oder von Beförderungschancen abgeschnitten zu sein.
  • Mangelnde Innenkontakte, fehlender Austausch in der Kaffeeküche, aber auch häufigere Konflikte zwischen Familie und Beruf können ebenfalls ernstzunehmende Faktoren darstellen, die von Anfang an mitbedacht werden sollten.
  • Darüber hinaus bringt hybrides Arbeiten auch technische Herausforderungen mit sich. Damit Homeoffice, Remote Work und alle anderen Formen digitaler Zusammenarbeit funktionieren, ist unter Umständen neue Hard- und Software erforderlich.
  • Außerdem gilt es, externe Systeme sicher in die bestehende IT-Systemlandschaft zu integrieren, damit alles datenschutzgerecht und effizient funktioniert.
  • Nicht zuletzt ergibt sich auch auf Ebene der Führungskräfte mindestens ein erhöhter Koordinationsaufwand, wenn ein Team räumlich und zeitlich flexibel arbeitet.

Hybride Arbeit ist kein Top-down-Konzept

Hybride Arbeitsmodelle sind tendenziell eher weniger kompatibel zu starren, hierarchischen Strukturen. Im McKinsey-Podcast „Culture in the hybrid workplace“ vom Juni 2021 kommt eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Einführen hybrider Arbeitsumgebungen zur Sprache: Führungskräfte tun gut daran, eine Kultur der Ergebnisorientierung zu pflegen und gleichzeitig ihren Mitarbeitenden langfristig zuzuhören.

Mitarbeitende benötigen die Strukturen, die Tools und das Vertrauen, eigenverantwortlich selbst zu bestimmen, wie sie bestimmte Ergebnisse erreichen. Hybride Arbeit erfordert Teams, die zu selbständiger Entscheidungsfindung und Problemlösung befähigt sind.

Wirkt da die eingangs zitierte YouGov-Umfrage, nach der in Deutschland kaum ein Drittel der von einem hybriden Arbeitsmodell Betroffenen in die Entscheidung darüber einbezogen wurde, nicht wie ein Widerspruch? Keine Frage: Flexibilität, Ergebnisorientierung, Vertrauen und Teamengagement sind für hybrides Arbeiten ebenso wichtig wie der Laptop, den Ihre Mitarbeitenden fürs Homeoffice erhalten.

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Mit Mitarbeiter-Feedback zum richtigen Modell für Hybrid Work

Allein die schiere Anzahl möglicher Entscheidungsoptionen kann das Einführen hybrider Arbeit wie eine überwältigende Herausforderung wirken lassen. Dazu kommen die eben erwähnten, potentiell nicht unerheblichen Differenzen zur etablierten Unternehmenskultur, insbesondere im Management.

Was also tun? Die Lösung könnte nicht naheliegender sein: Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden!

  • Das Feedback Ihrer Mitarbeitenden erleichtert Ihnen das Definieren klarer, überprüfbarer Ziele.
  • Zudem holen Sie von Anfang an alle gleichzeitig ins Boot, was nicht nur die Bestandsaufnahme konkreter Anforderungen seitens des Unternehmens erleichtert, sondern auch die Auswahl des richtigen Modells für Ihre Rahmenbedingungen.
  • Nicht zuletzt eröffnet dieses Vorgehen die Chance auf eine nachhaltige Transformation der Unternehmenskultur.

Der Hybrid Work Scan von Effectory ist das richtige Tool, um dieses Wissen zu erschließen!

Effectorys Hybrid Work Scan

Indem sie von Anfang an aktiv mit ihrem Team zusammenarbeiten, können Sie Rätselraten, ausufernden Flurfunk und völlige Fehlstarts vermeiden. Vor allem aber sparen Sie Zeit und Geld, indem Sie ein Konzept für hybrides Arbeiten entwickeln, das den Bedürfnissen der Mitarbeitenden tatsächlich entspricht.

  • Fokusgruppen, Umfragen und Meetings sind zweifellos hilfreiche Methoden, um einen Dialog in Gang zu bringen. Noch mehr Einblicke erhalten Sie aber, wenn Sie Mitarbeitenden nicht nur punktuell und situativ zuhören, sondern – mit Hilfe neuester digitaler Analysetechnologien – kontinuierlich ein offenes Ohr beweisen.
  • So sind Sie am besten in der Lage, die Bedürfnisse Ihrer Beschäftigten objektiv zu identifizieren und zu interpretieren.
  • Außerdem gewinnen Sie exakte Informationen darüber, wie sich hybrides Arbeiten auf die täglichen Abläufe und Prozesse auswirkt.
  • Der Hybrid Work Scan von Effectory kann Ihnen helfen, all diese Herausforderungen systematisch zu analysieren bzw. Entscheidungen zu treffen, die sich auf belastbare Daten stützen – und damit genau das Konzept für hybrides Arbeiten zu implementieren, das Ihren Mitarbeiter:innen und Ihrem Unternehmen maximalen Nutzen bringt.

So nutzen Sie den Hybrid Work Scan

Der Hybrid Work Scan ist eine Umfrage, die bereits im Projekttyp „Zukunft der Arbeit“ im CRM verfügbar ist. Dieser Projekttyp steht Abonnement-Kund:innen bereits zur Verfügung. Die Bibliothek besteht aus sieben Elementen, die alle wichtige Entscheidungsdimensionen rund um das hybride Arbeiten mit einbeziehen:

  • Wohlbefinden – Wie wird die Arbeitsbelastung derzeit erlebt? Fällt es den Mitarbeitern schwer, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen? Wird dem Wohlbefinden der Mitarbeiter/-innen in Ihrem Unternehmen genügend Aufmerksamkeit geschenkt?
  • Enablement/Ausstattung – Verfügen die Mitarbeitenden über ausreichende Hard- und Software-Ressourcen? Sind Informationen für die richtigen Personen leicht zugänglich? Sind die Arbeitsabläufe (in Teams, aber auch zwischen verschiedenen Abteilungen) gut organisiert?
  • Teamdynamik – Gibt es Team-Richtlinien für hybride Arbeit? Wird regelmäßig Feedback gegeben? Gibt es Raum und Zeit für informelle Kontakte während der Hybridarbeit?
  • Zusammenarbeit – Wie ist die Zusammenarbeit im Team und zwischen verschiedenen Teams? Geschieht sie auf die effektivste Weise?
  • Führung – Wie sieht die Unterstützung für Führungskräfte aus? Sind die Führungskräfte in der Lage, optimale Bedingungen für ihre jeweiligen Teams zu schaffen?
  • Verbundenheit – Fühlen sich die Mitarbeitenden mit dem Unternehmen, mit ihren Kollegen, mit ihrem Vorgesetzten usw. verbunden?
  • Fit für die Zukunft – Verfügen Ihre Mitarbeitenden über die richtigen Skills für hybrides Arbeiten? Unterstützen Sie die Politik des hybriden Arbeitens?

Klare Vorteile durch den Effectory Hybrid Work Scan

Die Entscheidung für ein hybrides Arbeitsmodell und flexiblere Prozesse ist keine leichte – aber eben auch keine, die Unternehmen auf die lange Bank schieben sollten, wenn sie das Risiko langfristiger Nachteile für ihr Employer Branding vermeiden wollen.

Sind Sie bereit, hybride Arbeit in Ihrem Unternehmen voranzubringen? Mitarbeitende erwarten heute, dass Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen ihnen zuhören, sich kümmern und sich an neue, berechtigte Bedürfnisse wie auch Arbeitsplatzerwartungen anpassen. Hier kann Ihnen der Effectory Hybrid Work Scan eine belastbare Datenbasis als Entscheidungsgrundlage liefern. Denn: Was Ihre Mitarbeitenden wirklich wollen, erfahren Sie am besten von ihnen selbst – Mitarbeiterfeedback ist entscheidend für Arbeitgeberattraktivität, Agilität und Unternehmenserfolg. Das gilt auch und erst recht für die hybride Welt der New Work.

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